Stress gehört für viele Menschen zum Arbeitsalltag – doch wie viel davon ist eigentlich noch verträglich? Und wie lässt sich verhindern, dass Belastung in Überforderung umschlägt? Genau solchen Fragen widmete sich im Januar 2026 der Gesundheitskurs „Im Stress nicht untergehen“, der für Mitarbeitende der terra in der Tenne auf dem Hof in Belau stattfand. Das dreistündige Angebot war Teil eines umfassenderen Engagements der terra für die Gesundheit ihrer Beschäftigten – mit durchweg positiver Resonanz.
Ausgangspunkt war die Teilnahme der terra an einem Projekt der AOK zur betrieblichen Gesundheit. Im Rahmen dessen wurden die Mitarbeitenden befragt. Die Auswertung förderte zahlreiche Ergebnisse, Vorschläge und Maßnahmen zutage. Eine klare Empfehlung lautete: Prävention stärken und den Beschäftigten gezielt Gesundheitskurse anbieten. Die terra griff diese Anregung auf. Die Kurse werden von Expert*innen geleitet, die die AOK für die terra kostenfrei akquiriert – ein Gewinn für alle Beteiligten.
Guter und schlechter Stress
So kamen im Januar 13 Teilnehmer*innen in Belau zusammen, um sich intensiv mit dem Thema Stress auseinanderzusetzen. Gleich zu Beginn ging es um die wichtige Unterscheidung zwischen gutem und schlechtem Stress. Guter Stress – oft auch als „Eustress“ bezeichnet – kann motivierend wirken. Er entsteht zum Beispiel bei neuen, spannenden Aufgaben, vor freudvollen Aktivitäten, bei sportlichen Herausforderungen oder wenn ein Ziel mit Vorfreude verfolgt wird. Dieser Stress sorgt dafür, dass der Mensch konzentrierter, wacher und leistungsfähiger ist.
Demgegenüber steht der „schlechte“ Stress, der sogenannte Distress. Er entsteht häufig durch dauerhafte Überforderung, Zeitdruck, Konflikte, fehlende Erholungsphasen oder das Gefühl, keinen Einfluss mehr auf die eigene Situation zu haben. Dieser Stress kann auf Dauer krank machen, wenn er nicht rechtzeitig erkannt und ausgeglichen wird. Wer den Unterschied kennt, so die zentrale Botschaft im Kurs, hat schon einen wichtigen ersten Schritt gemacht, um besser mit Belastungen umzugehen.
Warnsignale und Atmung
Ein praktischer Schwerpunkt lag auf der richtigen Atmung als hilfreiche Strategie im Umgang mit belastendem Stress. Die Teilnehmer*innen lernten verschiedene Atemtechniken kennen, mit denen sich das Nervensystem beruhigen und der Körper gezielt entspannen lässt. Oft sind es gerade diese einfachen, jederzeit einsetzbaren Methoden, die im Alltag einen großen Unterschied machen können.
Darüber hinaus arbeiteten die Teilnehmenden an der Frage: „Wie viel Stress ist gut?“ Und ebenso wichtig: Woran merke ich eigentlich, dass mir Stress gerade zu schaffen macht? Im Kurs wurden typische Warnsignale thematisiert, zum Beispiel eine veränderte Atmung (flacher, schneller), Verspannungen im Nacken- und Rückenbereich, innere Unruhe, Konzentrationsprobleme oder ein dauerhaftes Gefühl von Erschöpfung. Wer diese Signale frühzeitig wahrnimmt, kann gegensteuern, bevor der Stress zu einer echten Belastung wird.
Resonanz und weitere Kurse
Am Ende der dreistündigen Einheit war die Stimmung eindeutig sehr positiv. Die Teilnehmer*innen erlebten den Kurs als intensiv, aber durchweg als bereichernd. Die einhellige Meinung lautete: „Wir konnten viel daraus mitnehmen!“ Ein starkes Feedback, das zeigt, wie praxisnah und relevant das Angebot war.
Besonders erfreulich: Auf die Frage, ob Abläufe, Anforderungen oder sonstige Faktoren bei der terra als besondere Stressquellen wahrgenommen werden und entsprechende Änderungen nötig seien, ergab sich ein klares und positives Bild: Umstellungen oder Änderungen sind nicht erforderlich. Dennoch zeigt der Kurs, wie wichtig es ist, Mitarbeitenden Werkzeuge an die Hand zu geben, um mit Belastungen gut umgehen zu können. Deshalb soll „Im Stress nicht untergehen“ im Herbst noch einmal angeboten werden – für alle, die im Januar nicht dabei sein konnten.
Und damit nicht genug: Die Terra setzt 2026 insgesamt auf ein breites Angebot zur Gesundheitsförderung. Bereits im März richtet sich der Kurs „Starke Frauen – Wechseljahre im Job“ speziell an Mitarbeiterinnen. Im Mai folgt mit „Gesunder Schlaf“ ein weiteres Thema, das für Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden von zentraler Bedeutung ist.
Geschäftsführer Hendrik Thunecke bringt es auf den Punkt: „Solche Themen in den Fokus zu nehmen, gehört aus meiner Sicht zu einem guten Gesundheitsmanagement.“Mit den Angeboten sorgt die terra aktiv für mehr Prävention und nimmt die Ergebnisse der AOK-Befragung ernst. Das zeigt deutlich: Die Gesundheit der Mitarbeitenden hat bei der terra einen hohen Stellenwert – und das nicht nur auf dem Papier, sondern ganz konkret im Arbeitsalltag.
