Frühlingsauftakt: Die terra hat „angegrillt“

Am Freitag, den 10. April, lag über der terra jener besondere Hauch von Aufbruch, den nur ein früher Frühlingstag zu versprühen vermag. Der Himmel zeigte sich in freundlichem Blau, hier und da schoben sich im Tagesverlauf kleine Wolken gemächlich vor die Sonne, als wollten sie das Geschehen unten neugierig beobachten. Die Temperaturen blieben zwar noch deutlich auf der frischen Seite, doch immerhin: kein Regen weit und breit. Beste Voraussetzungen also für ein Ereignis, das in Deutschland beinahe schon als inoffizieller Startschuss in die warme Jahreszeit gilt – das Angrillen.

Wer mit diesem Begriff nicht vertraut ist, könnte vermuten, es handle sich um eine besonders ambitionierte Grilltechnik. Tatsächlich beschreibt „Angrillen“ jedoch einen fest etablierten Brauch: das erste gemeinsame Grillen des Jahres, bei der terra rund um die Osterzeit, sobald die Witterung es halbwegs zulässt. Es ist ein Ritual, das den Winter symbolisch verabschiedet und die Vorfreude auf lange Sommerabende, gesellige Runden und das Leben im Freien weckt. In vielen Gärten, auf Terrassen, Balkonen oder Innenhöfen ist dieser Moment mit viel Fröhlichkeit verbunden. Man trifft sich, tauscht Neuigkeiten aus, genießt das Zusammensein – und natürlich die Leckereien vom Grill.

So war es auch bei der terra. Schon am Nachmittag lag eine spürbare Erwartung in der Luft. Gegen Abend, als man sich dem „großen Ereignis“ freudvoll näherte, zeigte der Frühling dann allerdings noch einmal seine kühlere Seite. Pullover und Jacken wurden aus den Schränken geholt und übergestreift. Doch die frischen Temperaturen konnten der Vorfreude nichts anhaben. Im Gegenteil: Sie verliehen dem Beisammensein fast schon etwas Lagerfeuerromantik.

Eine kleine Besonderheit gab es in diesem Jahr beim Blick auf das Grillgut. Üblicherweise kann die terra beim Angrillen stolz auf Würstchen aus eigener Bio-Produktion verweisen. Diesmal jedoch waren die Vorräte weitgehend erschöpft, und die eigenen Schweine werden erst später im April geschlachtet. Kurzerhand hatv man daher einige Dutzend Bratwürste „importiert“, damit niemand auf das kulinarische Herzstück des Abends verzichten musste.

Auf dem Holzkohlengrill brutzelten die Würstchen schließlich verheißungsvoll vor sich hin, begleitet von dem unverwechselbaren Duft, der alle sofort in Grillstimmung versetzt. Dazu gab es zünftigen Kartoffelsalat, einen schmackhaften Nudelsalat und traditionelles Baguette – eine Kombination, die wohl auf jedem deutschen Grillfest zu finden ist. Und selbstverständlich durfte auch ein frisches Bier nicht fehlen, das in geselliger Runde besonders gut schmeckt.

Grillen ist in ganz Deutschland und auch bei der terra weit mehr als reine Nahrungszubereitung. Es ist ein soziales Ereignis, ein Ereignis, bei dem Probleme in den Hintergrund treten und Gemeinschaft in den Vordergrund rückt. Man steht beisammen, plaudert, lacht, wartet gemeinsam darauf, dass das Grillgut fertig gebrutzelt wird, und genießt schließlich das Essen in entspannter Atmosphäre. Genau dieses Gefühl war an diesem Abend bei der terra deutlich zu spüren.

Bewohnerinnen und Bewohner sowie Mitarbeitende versammelten sich zahlreich rund um das Lagerfeuer. Es wurde geredet, gescherzt und genossen. Die Zeit schien dabei fast nebensächlich zu werden. Erst als die Nacht merklich hereinbrach und die Temperaturen trotz Jacken und Pullovern weiter sanken, löste sich die Runde allmählich auf. So endete ein schöner Abend, der mehr war als nur das erstes Grillen des Jahres. Er war ein Zeichen dafür, dass der Frühling Einzug gehalten hat – und dass gemeinsames Essen unter freiem Himmel nach wie vor zu den schönsten Formen des Beisammenseins gehört.


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