Einmal im Jahr heißt es beim Ambulant Betreuten Wohnen (ABW) der terra: Alltag aus, Ausflug an! Dann tauschen die Leistungsnehmenden ihre gewohnte Umgebung gegen ein gemeinsames Abenteuer ein, das vom ABW-Team mit viel Herzblut organisiert wird.
Das ABW unterstützt von seinem Standort in Lüchow aus Menschen mit Beeinträchtigungen im gesamten Landkreis Lüchow-Dannenberg. Mithilfe individuell zugeschnittener einfacher oder qualifizierter Assistenz können die Leistungsnehmenden so eigenständig und selbstbestimmt wie möglich in ihrer eigenen Wohnung leben.
Für den diesjährigen Jahresausflug hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen ganz besonderen Wunsch: Es sollte sowohl an den Strand als auch in einen Zoo gehen. Gar nicht so einfach, beides miteinander zu verbinden. Doch das ABW-Team fand die passende Lösung – und so fiel die Wahl auf die Hansestadt Wismar an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns.
ABW-Bereichsleiterin Emma Gaedke erinnert sich an den erlebnisreichen Tag: „Am 5. Juni fuhren wir am frühen Morgen von Belau und Lüchow aus los, sammelten alle Leistungsnehmenden ein und trafen uns in Dannenberg. Von dort aus ging es dann gemeinsam mit drei Kleinbussen weiter nach Wismar. Das Wetter an diesem Tag war sehr wechselhaft, während der eineinhalbstündigen Fahrt klopften immer wieder Regentropfen an die Scheiben. Aber anschließend hatten wir Glück bei den Unternehmungen, die wir nach unserer Ankunft draußen gemacht haben.“
Der erste Halt führte die Gruppe in den Tierpark Wismar. Der bereits 1969 gegründete Zoo ist im Laufe seiner Geschichte mehrfach an größere Standorte umgezogen und beherbergt heute eine beeindruckende Vielfalt an Tieren. Von A wie Alpakas über I wie Indische Laufenten und zahlreiche weitere Vogelarten bis hin zu Z wie Zwergkaninchen gab es überall etwas zu entdecken. Kattas turnten munter durch ihr Gehege, ein Luchs döste gemütlich auf einem dicken Ast, Nandus spazierten gemächlich über das Gelände und Nasen- sowie Waschbären sorgten für neugierige Blicke.
„Es gab wirklich viele Tiere zu bestaunen, auch freilaufende Hühner, Gänse und Präriehunde“, erzählt Emma Gaedke.
Nach so vielen tierischen Begegnungen meldete sich der Hunger. Also ging es weiter in die Innenstadt, wo im Restaurant Peter Pane gemeinsam zu Mittag gegessen wurde. Saftige Burger, knusprige Pommes und frische Salate fanden großen Anklang – am Ende waren alle satt und zufrieden.
Kaum wollte sich die Gruppe dann wieder auf den Weg machen, zeigte das Wetter jedoch erneut seine launische Seite. Plötzlich öffnete der Himmel seine Schleusen. Kurzerhand wurden die Kleinbusse deshalb direkt vors Restaurant geholt, damit niemand bis auf die Haut durchnässt wurde.
Das nächste Ziel war die Seebrücke in Wismar. Der mehr als 300 Meter lange Steg reicht weit in die Wismarbucht hinein und bietet einen herrlichen Blick auf die Ostsee, die Insel Poel und den Hafen. Und als hätte das Wetter nur auf diesen Moment gewartet, hörte der Regen pünktlich zur Ankunft fast vollständig auf.
„So konnten wir auf der Seebrücke spazieren gehen, uns auf die Bänke setzen, dem Wellenspiel des Meeres zuschauen und den schönen Regenbogen beobachten, der uns schließlich verabschiedete“, berichtet Emma Gaedke.
Mit vielen neuen Eindrücken, schönen Erinnerungen und sicherlich auch ein wenig müden Beinen traten die Ausflügler*innen dann die Heimreise an. Der Wunsch nach der Kombination Strand & Zoo hatte sich erfüllt – und der Regenbogen zum Abschluss setzte einem rundum gelungenen Tag das sprichwörtliche i-Tüpfelchen auf.
Fotos: Emma Gaedke
Impressionen









