Ein Ausflug mit allem, was dazugehört: gutes Essen und Bewegung, viel Natur und interessante Geschichten – und jede Menge zu lachen. Am 28. August 2026 machte sich die Mitarbeiter*innen der terra est vita auf den Weg in die Nemitzer Heide.
Sie ist ein echtes Kleinod im Naturpark Elbhöhen-Wendland. Und der Zeitpunkt hätte kaum besser sein können: Im Spätsommer verwandelt sich die rund 550 Hektar große Heide zwischen Nemitz und Trebel in ein beeindruckendes lila Blütenmeer. Und an diesem Tag leuchtete das unter Sonne besonders schön.
Erst einmal ordentlich stärken
Los ging es für die Ausflüglerinnen und Ausflügler mittags in Trebel. Treffpunkt waren die Trebeler Bauernstuben, die weit über die Region hinaus für ihre vorzügliche Küche bekannt sind. Bereits im Vorfeld hatten alle die Qual der Wahl und durften aus vier Gerichten ihr persönliches Wunschessen auswählen.
Christian Kofahl entschied sich beispielsweise für einen leckeren Heidschnuckenbraten mit grünen Bohnen – und war damit überaus zufrieden: „Superlecker!“, schwärmt der Bereichsleiter des Familienentlastenden Dienstes der terra. „Das Fleisch stammte direkt aus der Region und zerging uns im Munde!“
Mit einer solchen Grundlage konnte es anschließend ja nur ein gelungener Nachmittag werden.
Boßeln statt gemütlichem Spaziergang
Um 13.30 Uhr hieß es dann: Schuhe schnüren und ab in die Heide! Knapp drei Kilometer führte die Wegstrecke von Trebel nach Nemitz. Von einem gewöhnlichen Spaziergang konnte allerdings keine Rede sein, denn unterwegs wurde geboßelt.
Beim Boßeln versuchen Mannschaften, eine schwere Kugel, eben ihre Boßelkugel, mit möglichst wenigen Würfen über eine festgelegte Strecke zu befördern. Auf der Straße funktionierte das offenbar noch ziemlich gut. Doch kaum ging es auf die sandigen Wege mitten durch die Heide, nahm die Sache eine sportlich-kreative Wendung. „Auf auf den Sandwegen quer durch Gegend ähnelten unsere Würfe dann eher dem Kugelstoßen“, lacht Christian Kofahl.
Das sorgte für reichlich gute Laune und jede Menge witziger Kommentare. So verging die Strecke wie im Flug – und niemand hatte das Gefühl, fast drei Kilometer unterwegs gewesen zu sein.
Mit zwei Kutschen durch die Heide
Knapp zwei Stunden später erreichte die 26-köpfige Gruppe gut gelaunt Nemitz. Dort wartete bereits der nächste Höhepunkt: zwei Kutschen, jeweils gezogen von zwei kräftigen Kaltblütern.
90 Minuten lang ging es nun kreuz und quer durch das Naturschutzgebiet. Dabei gab es nicht nur viel zu sehen, sondern auch jede Menge zu erfahren. Die Kutscher wussten allerhand Spannendes über diese Heidelandschaft und ihre Geschichte zu erzählen. Zum Beispiel, wie es hier überhaupt dazu kam. Christian Kofahl berichtet: „So haben wir zum Beispiel erfahren, dass die Nemitzer Heide 1975 nach dem großen Waldbrand entstanden ist.“
Das verheerende Feuer hatte damals den gesamten Waldbestand in der Region vernichtet. Auf den anschließend offenen Flächen konnte sich die Heide wieder ausbreiten. Dabei war sie dort keineswegs zum ersten Mal heimisch: Schon Jahrhunderte zuvor war die Landschaft überwiegend von Heidepflanzen geprägt, bevor sich wieder Wald entwickelte.
Besonders erstaunlich: Die Samen der Heidepflanzen können offenbar sehr lange im Boden ausharren. „Das muss man sich mal vorstellen: Sie können tatsächlich über 200 Jahre überleben – sie schlafen sozusagen nur!“, staunt Kofahl. „Und wenn die Bäume dann verschwunden sind und dadurch wieder Licht und Feuchtigkeit auf den Boden gelangen kann, keimen sie einfach wieder aus.“
Nachdem sich dieses faszinierende Phänomen rund um Nemitz entwickelt hatte, erwarb der Landkreis große Heideflächen und stellte sie rasch unter Naturschutz. So können heute Jahr für Jahr zahlreiche Wanderer diese besondere Landschaft bewundern – und insbesondere im Spätsommer das prächtige lila Blütenmeer genießen.
Ein Regenguss gehört dazu
Die Kutschfahrt war also nicht nur ausgesprochen kurzweilig, sondern auch lehrreich. Selbst ein kräftiger Regenguss, der die Ausflügler*innen dabei kurzzeitig heimsuchte, konnte die gute Stimmung kaum drücken.
Anschließend ging es noch einmal gemütlich zu: Bei Kaffee und Kuchen in einem Café in Nemitz konnten sich die Mitarbeitenden stärken, den Tag Revue passieren lassen und den Ausflug zusammen ausklingen lassen.
Organisiert und auf die Beine gestellt hatte den gesamten Tag Kollegin Britta B. Sie arbeitet im Wohnbereich der terra in Belau, lebt selbst aber in Nemitz. Dank ihres lokalen Bezugs und ihrer vielen guten Kontakte vor Ort passte an diesem Tag einfach alles zusammen. Oder, um es noch einmal mit Christian Kofahl zu sagen: „Wir fanden alle, dass das Gesamtpaket total stimmte und dieser Ausflug fast der beste seit Jahren war. Danke, liebe Britta!“ Deshalb wunderte ihn auch gar nicht, dass dieses Jahr die Beteiligung besonders zahlreich ausfiel.
Ja, ja, wenn ein nahes Ausflugsziel, lila Heideblüte, leckerer Heidschnuckenbraten, Boßelkugeln, starke Kaltblüter, ein bisschen Regen und ganz viel gute Stimmung zusammenkommen, kann ein Mitarbeiterausflug eben nur gelingen.
Impressionen







