Wieder mitdemonstriert: Die terra in Hannover

Bereits zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen haben Mitarbeitende und Bewohner*innen der terra ein deutliches Zeichen gegen die geplanten Kürzungen im Sozialbereich gesetzt. Nach der ersten Kundgebung am 10. Juni beteiligte sich die Einrichtung auch an der landesweiten Demonstration am 24. Juni 2026 vor dem Niedersächsischen Landtag in Hannover.

Mit einem Reisebus machten sich die Terraner*innen am Morgen auf den Weg in die niedersächsische Landeshauptstadt. Dort gehörten sie zu den zahlreichen Einrichtungen aus der Eingliederungshilfe und der Altenhilfe, die vor dem Landtag unübersehbare Präsenz zeigten und gemeinsam gegen den Sparkurs der Bundesregierung im sozialen Bereich protestierten.

„Dieses direkte Engagement für die eigenen Teilhaberechte ist enorm wichtig“, betont terra-Geschäftsführer Henrik Thunecke, der an der ersten Demonstration persönlich teilgenommen hatte. Für ihn ist die aktive Beteiligung der Menschen, die von den geplanten Einsparungen unmittelbar betroffen wären, ein starkes Signal an die Politik.

Aufgerufen hatte erneut das „Bündnis starker Sozialstaat“, ein Zusammenschluss von 19 Sozialverbänden und Gewerkschaften. Rund 3.000 Menschen folgten dem Aufruf und versammelten sich auf dem Platz vor dem Landtag, um ihren Protest gegen die geplanten Einsparungen bei sozialen Leistungen öffentlich und unüberhörbar zum Ausdruck zu bringen.

Dabei verlangte den Demonstrierenden nicht nur ihr Engagement einiges ab. Der 24. Juni war ein brütend heißer Sommertag, an dem die Temperaturen deutlich über die 30-Grad-Marke kletterten. Zum Glück spendeten die Bäume auf dem Platz vor dem Landtag zumindest etwas Schatten und sorgten zwischendurch für eine kleine Erholpause.

Kevin Reinholz gehörte zu den terra-Mitarbeitenden, die die Reisegruppe aus Belau zur Demonstration begleitet haben. Die Atmosphäre vor Ort beschreibt er als beeindruckend: „Es war ein starkes Gefühl des Zusammenhalts und gemeinsamen Widerstandes“, berichtet er. „In diesem Sinne herrschte also eine super Stimmung auf dem Platz, es wurde wirklich lautstark demonstriert.“

Mit Sprechchören, Transparenten und zahlreichen selbst gestalteten Schildern machten die Teilnehmer*innen ihrem Ärger Luft. Auch die terra hatte im Vorfeld Plakate vorbereitet, die während beider Kundgebungen im Juni gut sichtbar in die Höhe gehalten wurden und die Forderungen nach einem starken Sozialstaat und verlässlicher Teilhabe unterstrichen.

Einen Wermutstropfen gab es aus Sicht von Kevin Reinholz dennoch. „Weil es so heiß war, mussten ja alle Demonstranten möglichst viel trinken, um nicht zu dehydrieren. Darauf haben wir auch bei unseren Leuten sehr geachtet. Aber allen, die auf dem Platz versammelt waren, stand lediglich nur ein einziges WC in der Nähe zur Verfügung“, kritisiert er. „Dadurch verbrachte man teilweise mehr Zeit mit dem Anstellen vor der Toilette als auf der Kundgebung.“

Fotos: Kevin Reinholz/terra est vita

Impressionen


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