Wie sieht ein Arbeitsjahr bei terra est vita in der Landwirtschaft aus?

Wir, Detlef, Michi, Andreas und Eva, arbeiten in Belau im Arbeitsbereich Landwirtschaft.

Morgens, um halb neun, beginnt unser Arbeitstag mit dem Füttern unserer Tiere. Jeder von uns hat in diesem Bereich seine feste Aufgabe. So füttert Eva morgens die Hühner. Weil sie es aber noch nicht so ganz kann, helfen, Maren oder Petra - unsere Anleiter - dabei. Michi und Andreas versorgen unsere Sauen, den Eber und die Mastschweine mit Futter, Wasser und halten auch die Ställe sauber.

Andreas hat über Jahre gelernt, unsere Mutterschafherde sowohl im Sommer auf der Weide, als auch im Winter im Stall verantwortungsvoll unter der Anleitung von Maren zu versorgen.

Unsere Arbeitsbereichanleiterinnen unterstützen uns natürlich bei unserer Arbeit. Gerade die Arbeit mit Tieren ist nicht immer einfach, z. B. wenn die Futtermengen sich verändern, wenn unsere Sauen ihre Ferkel bekommen oder auch unsere Schafe ihre Lämmer.

Detlef sortiert in der Zeit den Müll, der vor dem Müllraum gesammelt wird. Auf einem großen Kalender haben die MitarbeiterInnen für Detlef die verschiedenen Müllabfuhrtermine eingetragen. So kann er allein die Tonnen oder gelben Säcke zum richtigen Termin an die Straße stellen.

Wenn die Tiere versorgt sind, erledigen wir Arbeiten, die je nach Jahreszeit gerade anfallen. Im Frühjahr bestellen wir unsere Äcker, d. h. wir pflügen, säen Korn und Rüben ein und pflanzen Kartoffeln.

Alle zusammen gehen wir ab Ende Mai unsere Futterrüben hacken, d. h. wir entfernen das Unkraut um die jungen Pflanzen herum, um sie besser wachsen zu lassen.

Im Sommer freuen wir uns alle auf das "Heu pressen". Maren oder Petra mähen das Gras und wenden es, bis es zu Heu geworden ist. Dann fahren wir alle gemeinsam mit Heupresse und Anhängern auf die Wiesen, stapeln die Heuballen auf die Anhänger und harken liegen gebliebenes Heu auf. Im Spätsommer, nach der Getreideernte, pressen wir genau so wie das Heu, die trockenen Getreidehalme zu Stroh.

Über dem Schweine- und dem Schafstall haben wir große Böden, auf denen wir unser geerntetes Korn, Heu und Stroh lagern, um es im Winter zu verfüttern bzw. die Ställe damit einzustreuen.

Dann ist es Zeit, unsere Kartoffeln zu ernten. Einer unserer Arbeitsbereichanleiter fährt den Traktor mit dem Kartoffelroder. Wir stehen auf dem Kartoffelroder und sortieren schon während der Ernte die Steine und schlechten Kartoffeln aus.

Als letzte Arbeit in der Ackersaison ernten wir im Herbst unsere Futterrüben. Erst werden die Rüben per Hand gezogen und in eine Reihe gelegt. Dann werden mit einem Spaten die Blätter abgestochen und dann werden die Rüben auf einen Anhänger geladen, um sie nach Hause, auf den Hof, zu bringen und frostsicher zu lagern. Das ist sehr wichtig, damit sie nicht verfrieren und faulen, ehe sie verfüttert worden sind.

Ende Dezember scheren wir die Schafe, wenn die tragenden Schafe von der Wiese wieder in den Stall kommen. Diese Arbeit ist sehr anstrengend. Andreas und Michi helfen, die Schafe einzufangen und festzuhalten. Die Schafwolle verkaufen wir zum größten Teil, weil wir sie nicht allein verarbeiten können. Ein kleiner Teil wird in unserem Werkraum zu Kissenfüllung verarbeitet.

Michi hat seinen Führerschein für den Traktor gemacht und daher fühlt er sich auch für die Pflege unserer Maschinen und der Traktoren verantwortlich.

Außer diesen, wie wir sie nennen, "Saisonarbeiten", halten wir auch unsere landwirtschaftlichen Gebäude sauber und reparieren ggf. Türen, Tore etc.

Auch auf dem Hof gibt es viel zu tun, wie z. B. Gras mähen, Pflasterarbeiten oder Hof fegen.

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